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Was nimmt der Briefzusteller mit, wenn er auf Zustellung geht? Sicher keine 1A Fotoausrüstung - aber ein Fotohandy ist schon mit an Bord. Und weil ich als Briefzusteller in und vor allem um viele Ecken schaue, möchte ich mit diesem Projekt meine Entdeckungen bildlich festhalten, um der Welt mitzuteilen - ja was möchte ich der Welt eigentlich mit diesen Bildern mitteilen.

Schauen Sie doch einfach selbst und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

* Übrigens: In der Regel gelangen Sie, wenn Sie auf ein Bild in meinem Blog klicken, in meine Bildergalerie, wo weitere Bilder auf Sie warten.

Über meine Schwierigkeiten Streets zu machen

Phase 2Posted by Günter 21 Aug, 2015 17:57
Ich habe mich umgesehen, in welches Genre man meine Aufnahmen so einsortieren könnte. Eine eindeutige Einstufung konnte ich nicht finden, jedoch möchte ich 3 typische Themengebiete nennen, die in der Summe mein Spektrum weitestgehend abdecken.

1. Miksang
2. Minimalismus
3. Street


Gebückt


Über die ersten beiden Punkte möchte ich meine Leserschaft auffordern, soweit sie noch keine Berührung damit hatten, sich selbst im Web umzusehen und meine Bilder anschließend mit dem Auge der neuen Erkenntnis anzusehen.

Heute geht es also um Street bzw. Straßenfotografie. Im klassischen Sinne werden Menschen in alltäglichen und besonderen Situationen im öffentlichen Raum dargestellt. Sehen wir uns dazu an, was Wikipedia dazu zu sagen hat:

"Eine Straßenfotografie zeigt eine Situation des Augenblicks, die genau so nicht wieder erscheinen wird, wenngleich der Charakter dieser Situation über den Moment hinausweisen und „das Wesentliche von Ort und Zeit wiedergeben“ sollte: „Das Festhalten eines besonderen Moments ist die hohe Kunst der Straßenfotografie, aber einen ebenso hohen Stellenwert hat das Umsetzen der besonderen Atmosphäre eines jeden Ortes."

Demzufolge ist das Vorhandensein von Menschen auf den Bildern nicht zwingend erforderlich und ich tendiere dazu anzunehmen, dass nahezu alle meine Bilder bestens in dieses Genre einsortierbar sind.

Dennoch hat es mich schon gejuckt, auch Streets im klassischen Stil während meiner Zustellung zu machen. Schließlich bin ich ja tagtäglich auf der Straße unterwegs und Menschen laufen auch genügend herum. Da müsste sich doch etwas drehen lassen.

Weit gefehlt. Ich habe mich auf Menschen eingestellt, habe mein Auge besonders auf Passanten gerichtet, immer mit dem Ziel ein paar schöne Streetaufnahmen mit nach Hause zu bringen. Ein Street am Tag, und die Sache wäre geritzt. Nothing. Nicht dass sich nicht Situationen ergeben haben, die es gelohnt hätten, den Auslöser zu drücken. Hier der Arbeiter mit dem Bauzaunelement, das 5 mal größer ist als er, dort die Junge Frau auf dem Fahrrad und an anderer Stelle ein Ehepar mit der Einkaufsbeute auf dem Weg nach Hause. Oft habe ich gedacht: das wäre jetzt ein tolles Street!

Was hat nicht gestimmt?

Eigentlich hat alles gestimmt und ich bin auch nicht böse, dass ich viele Fotos nicht machen konnte. Die Idee bleibt im Herzen und den Gedanken haften und wird irgendwann ungesetzt werden. Da ist sicher nichts verloren, wenn auch diese ureigene Situation natürlich unwiderruflich vorbei ist und nicht zurückholbar ist.

Tatsächlich liegt es an der Art, wie meine Bilder überhaupt entstehen. Ich bin also dabei, Briefe auszuteilen. Dazu halte ich ein angefangenes Bund in der Linken und steuere gleichzeitig mein Rad durch den Verkehr. Anhalten, absteigen, Briefe einwerfen, wieder rauf aufs Rad und weiter gehts. Und jetzt taucht die unwiderrufliche Szene auf und ich denke: genau, das wärs jetzt! Noch bevor ich mein Handy zücken kann, ist Madame bereits um die Ecke - futsch. Ich reumiere: Wenn ich eine dritte Hand zur Verfügung hätte, könnte ich mein Handy immer griffbereit zum Abdrücken halten und ich wäre der King of Streetphotography Bottrop.

Aber es gibt auch andere Situationen, an denen ich schnell genug bin und erfolgreich zum Schuss komme. Vier dieser besonderen Momente möchte ich hier beispielhaft zeigen.


Guten morgen Bottrop


Zu dritt


Blue(s) Brothers


Steinbeißer



Aber, es gibt auch ein Leben nach der Post und so habe ich genügend Möglichkeiten klassische Street-Fotos zu machen ohne ständig daran denken zu müssen, wie viele Bilder ich heute nicht geschossen habe :-)






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